SCHULPROGRAMM
TÜRKISCH-DEUTSCHER-AKADEMISCHER BUND E.V.
T.D.A.B. e.V.
Das Schulprogramm
des staatlich anerkannten, integrativen
Gymnasiums Dialog
mit Schwerpunkt Englisch, Französisch und Türkisch
SuS : Schülerinnen und Schüler
Leitbild des Schulträgervereins:
Die Herausforderung einer zeitgemäßen Gesellschaft ist nicht die Resignation gegenüber den möglichen Gefahren der Ideenvielfalt und der Weltbilder von Menschen, sondern, im Gegenteil, die Herausforderung anzunehmen und die Vielfalt als Stärke einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen und die erarbeitete Konsens über einen demokratisch geprägten Dialog als einen fundierten und nachhaltigen Beitrag für einen weltweiten Frieden zu sehen und zu vermitteln.
Zum Dialog-Verständnis gehört das Kennenlernen, Annehmen, Tolerieren und das Akzeptieren der Person und Ihrer Sichtweise bzw. Verhalten ausgedrückter Sichtweisen vorurteilslos zu respektieren.
Solange das Vertrauen aber allgegenwärtig ist, hat nachhaltiger Frieden eine aussichtsreiche Chance. Hierzu wollen wir beitragen.
Schulprogramm:
Das nachfolgende Schulprogramm ist die Summe der Erwartungen der Menschen unseres Wirkungskreises sowie der fortdauernden pädagogischen und wissenschaftlichen Begleitung durch ein Fachberatergremium. Das Programm basiert im wesentlichem auf vorhandenen Lehrplänen und ist aber auch durch folgende zukunftsweisende Aspekte gekennzeichnet:
- Ein zumindest zweizügiges Gymnasium in privater Trägerschaft (=Ersatzschule) mit dem Namen „Gymnasium Dialog“.
- Der Verein „T.D.A.B. e.V.“ als Schulträger (satzungskonform)
- Der Verein „Freunde und Förderer der staatlich anerkannten Ersatzschule Gymnasium Dialog zu Köln e. V." als Förderverein der Schule
- Gymnasium als geschlossene (gebundene) Ganztagsschule im Stadtgebiet Köln: zwei Schulstandorte:
Arnsberger Str. 11, 51065 Köln (Buchheim) – für die Jahrgänge 5 bis 7 -
und
Blaubach 9, 50667 Köln (Innenstadt) – für die Jahrgänge 8 bis 12.
- Die Schule fängt ab Schuljahr 2007/2008 mit zwei Klassen der Jahrgangsstufe 5 und mit maximal 50 SuS an.
- Die SuS stehen als hochindividualisierte Subjekte mit ihren je besonderen Kompetenzen im Mittelpunkt und werden je nach ihrer individuellen Situation nachhaltig gefördert
- Das erste erstrebenswerte Ziel lautet: die SuS auf ein allgemeines und hochschulreifes Niveau mit sicherer Mehrsprachigkeit zu bringen.
- Als weiteres Ziel für unsere SuS gilt: Jeder erlangt einen qualifizierten Schulabschluss (Fachoberschulreife – FOS – mit der Klasse 9, Fachhochschulreife - FHS – mit der Klasse 11 oder die allgemeine Hochschulreife mit der Klasse 12)
- Ganztagsschulangebot u. a. mit Fachlehrern; Unterricht am Nachmittag mit Fachpersonal – Schule von „Acht bis Fünf“
- Im Vergleich zu Regelschulen ist der Förderumfang der SuS noch individueller und mit größerem zeitlichen (auch im Nachmittagsbereich) und organisatorischen (mit zusätzlichen Pädagogen und Jugendbetreuern) Aufwand; beispielsweise Aufbau des Persönlichkeitsbildes der SuS durch Verbesserung des Wortschatzes und des Textwidergabevermögens (in diversen Sprachen) oder durch das geförderte Verhaltenstraining
- Erlernung der Maßhaltigkeit (Schwarz-/Weiß-Malerei möglicht mit der Entwicklung der Pubertät relativieren verhelfen)
- Case-Study-Angebote für veranschaulichte Problemlösungen in der (pädagogischen) Psychologie
- Durch regelmäßige Lernstandserhebungen frühzeitig schwächere oder schwächer werdende SuS feststellen, Problemquelle ausfindig machen und durch gezielte Einzel- und oder Gruppenbetreuung versuchen, das Problem zu bewältigen
- Geschlossene (gebundene) Ganztagsschule mit eigener Mensa und eigenem Mittagstisch
- Gymnasium mit mehreren Sprachen (Deutsch und Englisch ab Klasse 5 für alle und wahlweise Französisch oder Türkisch als zweite Wahlpflichtfremdsprache)
- Intensivierter Sprachunterricht in Deutsch, Englisch, Französisch und/oder Türkisch in der Orientierungsphase – auch in Kopplung mit AG-Veranstaltungen im Nachmittagsbereich
- Vertiefungsunterricht in der jeweiligen Anwendungssprache im Nachmittagsbereich (Deutsche und Englische/Französische/Türkische Literatur, Theater etc.)
- Fächerübergreifende Konzipierung in den Fächern Erdkunde/Geschichte oder Biologie; Unterrichtung nach dem Modell „content-based-englisch“ teilweise oder wechselseitig und/oder parallel in den Lehrsprachen Deutsch und Englisch im Rahmen von Projektwochen in der Klassenstufe 6 (Probephase ohne Zeugnisnote im Fremdsprachgebrauch)
- Als verbindendes Element hat der muttersprachliche Unterricht im Nachmittagsbereich die Unterrichtssprache Englisch
- Muttersprachlicher Ergänzungsunterricht (MSU) in der Herkunftssprache der SuS (in polnisch, russisch oder anderen Sprachen, je nach Erreichen der Mindestantragszahl)
- Migrantenkinder ganzheitlich mit ihren mindestens beiden Sprachen (Muttersprache und Deutsch + plus) und Kulturen wahrnehmen und dadurch die Motivation und das Selbstwertgefühl steigern
- Modellversuchsangebot Türkisch als Lehrfach für alle Schüler auf wissenschaftlich fundierter Basis für die erleichterte Erlernung weiterer romanischer Sprachen
- Wissenschaftliche Evaluierung und Begleitung des Konzeptes durch die Erziehungswissenschaftliche Fakultät zu Köln - Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FIST)
- Einstellung von externen Beratern der Gesellschaft aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung für die Weiterentwicklung und Orientierung der Konzeption im Bezug auf die global-gesellschaftlichen Wirklichkeit.
- Begrenzung der Schüleranzahl pro Klasse beginnend von 18 bis auf maximal 25 pro Schulklasse
- Schule mit humanistischer und weltoffener Anschauung
- Koedukative Unterrichtsgestaltung
- Fach Ethik anstelle Religionsunterricht
- Schule soll ständig an nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen (zur Erweiterung der Schülerhorizonte, zur Erhöhung des Schul-Rankings und des Bekanntheitsgrades)
- Bildung von internationalen Schulpartnerschaften
- Regelmäßige Klassenfahrten (bevorzugter Besuch der Partnerschulen)
- AG-Veranstaltungen im Nachmittagsbereich sollen auf besondere Neigungen und Fähigkeiten der SuS eingehen, die Sprachkompetenz erweitern und das Sozialverhalten verbessern
- Die Lehr- und Lernmethoden sind nicht rein kognitiv ausgerichtet, sondern entwickeln sich zu einem Theorie-Praxis-Verbund analog zu „Learning by doing“. Deshalb ist der Bezug zum Alltag durch Kommunikation und Kooperation mit lokalen Vereinen und Betrieben sowie auch zu nationalen und internationalen Partnern vorgesehen (z. B. via Jugendhilfeprogramme der EU).
- Darüber hinaus im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften im Fokus: ehrenamtliches Engagement in zivilgesellschaftlichen Organisationen
- Die Aufnahme der SuS erfolgt mittels schriftlichem und mündlichem Auswahlverfahren der Schüler (und ihrer Eltern)
- Erstes Aufnahmekriterium: Nicht einzig und allein der Stand der Schulleistungen stehen im Vordergrund, sondern aber auch die Bereitschaft sich schulischen und gesellschaftlichen Anforderungen zu stellen
- Zweites Aufnahmekriterium: Die Zusammensetzung der Klassen soll einem idealtypischen Abbild unserer Gesellschaft entsprechen
- Drittes Aufnahmekriterium: Erstrebenswertes Ziel; Begrenzung des Anteils der Migrantenkinder auf maximal 50 % der Schüleranzahl als Beitrag zur Integration
- Aktive Mitwirkung der Eltern nicht nur wünschenswert, sondern wesentliches Kriterium für eine Aufnahme des Kindes in die Schule
- Keine „Elite-Schule“
- Errichtung von Patenschaften über den schulinternen Förderverein für aufgenommene Kinder von Haushalten mit geringem Einkommen
- Anstellung von Lehrern auf Basis einer gesunden Mischung von Lehrern verschiedener Herkunft und Kulturen mit nachgewiesener Sozial- und Fachkompetenz
- Einstellung von mehrsprachigen Lehrern bevorzugt
- Wunsch eines mehrsprachigen deutschen Schulleiters
- Die Finanzierung der zusätzlichen Angebote erfolgt mittels des Vereins der Freunde und Förderer der Ersatzschule












